Der frühere CDU-Landeschef Schönbohm hat seine Partei davor gewarnt, ihre traditionell konservativen Wähler zu vernachlässigen. Es sei nicht auszuschließen, dass sich eine neue Partei rechts von der CDU gründe, wenn das Profil der Christdemokraten in der großen Koalition verwaschen werde, so Schönbohm.
In der eigenen Höhle lässt es sich gut brüllen, sagt ein altes Sprichwort. Und dennoch, es war ein langweiliger Parteitag mit vertrockneten Parolen gegen DIE LINKE und eisiges Schweigen über das europäische Desaster.
Letzteres war dann auch das einzig wirklich Neue!
Denn bisher feierte sich die CDU immer noch als die Europa-Macher und ließ gern Sektkorken knallen, wenn wir dem deutschen Untergang ein Stück näher kamen. Das scheint jetzt anders zu sein und anders ist auch die klägliche und ermüdende Auseinandersetzung mit den PDS-LINKEN. Man mag kaum noch glauben, dass es sich bei denen um einen Gegner von der völlig konträren politischen Richtung handeln sollte.
Völlig desolat kommt die Losung der Parteivorsitzenden herüber: „Demokratie und Sozialismus passen nicht zusammen.“. Wo es doch auch die CDU ist, die mit ihren vielen Lügen die Demokratie immer wieder mit Füßen tritt? Und der historisch so goldrichtige Nachsatz „… Sozialismus endet immer im Totalitarismus.“ verliert in schlimmer Weise an Tragkraft, da er von der heutigen CDU angewandt wird. Denn auch sie macht vor der Beschneidung der Meinungsfreiheit in diesem Land nicht halt. Und zwar ausschließlich zu einem einzigen Zwecke, ihre eigene Macht zu erhalten und Kritik an ihrer Politik zu unterdrücken!
Einen Unterschied zur SPD gibt es nicht mehr!
Vor einer eigenen Weltanschauung scheut sich die Union. Wohl deshalb ist sie so schwach und planlos und ihre wortgewaltigen Vorderleute ohne Widerhall im Volk. Auf Grund ihrer eigenen unsozialen Politik sind sie genau so auf der Flucht vor den PDS-Linken, wie die Sozialdemokraten. Deshalb können sie noch so sehr einen Unterschied zur SPD beschwören, es gibt ihn nicht mehr!
Schlimmer noch. Obwohl die überholten Parteiprogramme der Union das Land in eine demographische Katast- rophe führen, hält diese Partei im Grunde an diesen falschen Programmen fest. Im Ergebnis werden die geplant- en Veränderungen in der Familienpolitik im eigenen Volk nicht ankommen und das scheint einkalkuliert zu sein.
Schon deshalb ist eine Abgrenzung vom politischen Gegner nur eine Show um Wählergunst. Sie sind mit SPD, GRÜNEN und PDS-LINKEN auf einer Wellenlänge bei der Verkoppelung von Lohn- und Arbeitsmarktpolitik mit der Ausländer- und EU-Politik zum Nachteil der eigenen Bevölkerung. Sie gehen mit diesen linken Parteien nicht nur Zweckbündnisse auf Grund von Wahlergebnissen ein, sondern sie suchen dort kuschelige Geborgenheit für ihre falsche Politik.
Die Realität straft indes alles von Links abgenzenden Getöse der CDU als Lügen ab. In Cottbus sind die Christde- mokraten und DIE LINKE erst kürzlich mit einem gemeinsamen Bürgermeisterkandidaten Arm in Arm marsch- iert und der sachsen-anhaltinische Ministerpräsident Wolfgang Böhmer (CDU) hält Koalitionen zwischen CDU und „DER NEUEN LINKEN“ auf Landesebene für nicht unmöglich! Dass die Union seit 2005 sogar schwarz-grüne Vergewaltigungen auf Bundesebene ins Kalkül aufnimmt, macht ihre Beliebigkeit umso schlimmer.
Mit Parteitagsreden in denen ihnen der Verbleib in der „Beliebigkeit Deutschlands“ mit halbherzigen Parolen schmackhaft gemacht wird, darf man indess die Mitglieder der Union nur bedauern. Wer sich öffentlich darüber wundert, dass es im realen Parteileben anders zugeht, kommt über Beisitzerposten in den Kreisvorständen nicht hinaus. Diejenigen, die sich gar eine eigene oder zu konservative Meinung erlauben, müssen mit Repressalien rechnen. Hohmann, Nitzsche und Oettinger sind prominente Beispiele dafür.
Wohl deshalb bleibt der JU-Bundesvorsitzenden Mißfelder mit seiner Forderung nach etwas konservativem Profil auf Minimalflamme. Dass er damit lediglich einen Quotenkonservativen abgibt, auch das scheint kalkuliert. Schließlich kann er sich in der Partei nicht isolieren und somit weitere Aufstiegsmöglichkeiten verspielen? Auch deshalb wird die CDU so beliebig bleiben, wie sie jetzt ist und wohl deshalb werden ihr auch nach diesem Parteitag die Mitglieder weglaufen.
Der frühere CDU-Landeschef Schönbohm hat seine Partei davor gewarnt, ihre traditionell konservativen Wähler zu vernachlässigen. Es sei nicht auszuschließen, dass sich eine neue Partei rechts von der CDU gründe, wenn das Profil der Christdemokraten in der großen Koalition verwaschen werde, so Schönbohm.
Mediengespräch mit Falk JankeBilly Six: Herr Janke, die CDU-Kreisvorsitzende Beate Blechinger ist nicht mehr
Herrin der Lage, und die Partei steuert auf eine Niederlage bei der
Kommunalwahl in diesem Jahr zu. Aus welchem Grund hat man es in
den letzten 18 Jahren nicht geschafft, stabile Verhältnisse zu schaffen?
Falk Janke: Beate Blechinger ist eine kluge und fleißige Frau. Das möchte ich
vorweg schicken. Doch ist deutlich, dass ihr eine Vision fehlt. Sie
müsste sich der Auseinandersetzung mit der extremen Linken aus
Kommunisten und Sozialisten stellen. Doch sie tut es nicht. Der
Kreisverband, aber auch die CDU Brandenburg insgesamt, hat hier
nichts mehr zu bieten. Kein Biss, schwammige Programmatik.
Damit ist sie als Kreisvorsitzende gerade hier im besonders roten
Osten nicht geeignet.
Doch den Niedergang der CDU Märkisch-Oderland hat Homeyer eingeleitet. Unter Eppelmanns Führung wurde der Kreisverband
vom MdL Homeyer dominiert und dieser machte Märkisch-Oderland
zum Eppelmann-Wahlverein, wie die CDU MOL auch gern genannt
wurde. Als sich Eppelmann politikmüde zurückzog, dachte
Homeyer, dass er dies auch für seine Person beanspruchen könne.
Doch dafür war er intellektuell nicht auf der Höhe. Seine Reden im
Kreistag ließ er sich zum Beispiel von Angestellten des Landtages
und der Landtagsfraktion ausarbeiten. Allein wäre er niemals zu
solchem Niveau fähig gewesen. Und auch er ließ jede politische
Vision vermissen.
In den Jahren unter Homeyer wurde viel Vertrauen und Ehrenamt
kaputt gemacht. Die CDU im Lande gilt als verbrannt und besonders
in MOL fehlt griffiges Personal an der Spitze.
Billy Six: An welchem Punkt haben Sie für sich entschieden, die Hoffnung auf eine
Reformierung dieser CDU aufzugeben?
Falk Janke: Es war kurz bevor Eppelmann den Staffelstab an Homeyer übergab.
Ich hatte keine Lust mehr, in irgendjemanden seinem klebrigen Netz
als Marionette auf und ab zu tanzen. Meine Visionen gingen schon
lange in eine andere Richtung.
Billy Six: Während „linke“ Politik gesellschaftlich akzeptiert ist, wird der Begriff
„rechts“ immer in sehr emotionaler Form mit dem Nationalsozialismus in
Verbindung gebracht. Was macht rechte Politik Ihrer Meinung nach aus,
und inwiefern unterscheidet sie sich von der real existierenden CDU?
Falk Janke: Das ist ganz schlimm, dass linke Politik im Prinzip mehrheitsfähig
ist. Linke, Grüne und SPD verfügen zumindest über eine fiktive
Mehrheit. Das ist ein gefährliches Potenzial! Das liegt vor allem an
der rotgrünen Medienmafia. Sie lenkt das Wahlvolk konsequent
dorthin.
Man bedenke, dass es kaum konservative Presse in Deutschland
gibt. Leider unternehmen die bürgerlichen Parteien nichts gegen
diese strukturelle Schwäche!
Von den rotgrünen Kreisen wird „rechts“ gleich
„rechtsextrem“ gleich „Neonazi“ disqualifiziert. Stellt sich die Frage,
wieso sogar in CDU-Kreisen der Blödsinn mitgemacht wird, die
Nationalsozialisten als „Rechte“ zu bezeichnen? Das waren doch
auch Sozialisten, also Linke! Sogar Erich Honecker zum Beispiel
hat sich noch 1951 mit HJ-Führern und Neonazis getroffen, um die
deutsche Frage zu beantworten.
Rechte Politik ist in Europa ein ganz normaler Bestandteil im
politischen Spektrum und wird nur in Deutschland wegen der
nationalsozialistischen Zeit des Landes diskriminiert, weil die
Linken es verstanden haben, „rechts“ mit „rechtsextrem“ und
„Neonazi“ gleich zu setzen.
Rechte Politik ist zunächst eine freiheitliche Politik, die die ständig
wachsende Gängelei durch den Staat ablehnt. Das gilt auch für die
finanzielle Ausbeutung durch Steuern und Gebühren. Zudem ist
rechte Politik eine zutiefst soziale Politik, was man zum Beispiel an
Bismarck mit seiner Krankenversicherung, Rentenversicherung und
Unfallversicherung ablesen kann. Diese wird von der heutigen CDUgeführten
Regierung ständig kontakariert.
In diesem Sinne unterscheiden wir uns von der real existierenden
CDU, die seit Kohl – unter Merkel galoppierend – sich
sozialdemokratisiert.
Billy Six: Im CDU-Kreisverband hat sich mittlerweile mit dem Fall Kuck die Unsitte
ausgebreitet, politische Auseinandersetzungen und persönliche
Differenzen vor Gericht auszutragen. Wie ist das Klima zwischen den
Mitgliedern in Ihrer Partei?
Falk Janke: Das gibt es ja mittlerweile in allen Parteien. Solche Verhältnisse
sind schlimmer als im Kindergarten und die betreffenden Leute sind
nicht politikfähig.
Die Gefahr sich dahin zu entwickeln, wie alle anderen deutschen
Parteien, ist natürlich auch für uns gegeben. Wir müssen sichern,
dass dies durch eine strenge Basismitwirkung weitest gehend
ausgeschaltet ist. Eine Parteiführung, egal auf welcher Ebene, die
ihre Basis ständig belehrt, entmündigt oder gar vergewaltigt,
schafft unendlichen Verdruss in den eigenen Reihen. Wehe, wenn
solcher Verdruss in Übermut umschwenkt.
Wer am Anfang klare Bedingungen stellt, braucht später nicht ewig
zu klagen. Deshalb haben mit unserem Namen gleich angefangen
und die Partei nicht ohne eindeutige Ideologie gegründet. Wir
haben ein Klima der Aufbruchstimmung und Motivation für ein
ausfüllendes Ziel.
Billy Six: Die Junge Union Neuenhagen ist für Ihre Eigenwilligkeit und Dynamik
bekannt. Was haben Sie jungen Menschen zu bieten, die sich aus
Idealismus engagieren?
Falk Janke: Arbeit, Schweiß und Tränen!!
Eigenwilligkeit und Dynamik sind in unserer Partei gefordert. Nur so
können Erfolge produziert werden. Politik ist kein Beruf, sondern
eine Berufung. Wir erwarten von unseren Mitgliedern, dass sie
Überzeugungstäter sind.
Dazu ist natürlich auch eine gewisse Disziplin und Einordnung
erforderlich. Es hat jeder das Recht in Beratungsgremien seine
Vorstellungen vorzubringen, und seien die noch so absurd. Wenn
sie nicht mehrheitsfähig sind, dann hat man sich aber auch hinter
die Mehrheitsbeschlüsse zu stellen.
Wer das akzeptieren kann, der kann seinen Idealismus bei uns
verwirklichen. Wir wollen Deutschlands Parlamente erobern. Das
macht die nächsten 10-15 Jahre richtig spannend - was wollen
junge Menschen mehr?
Das Mediengespräch führte Billy Six
Der frühere CDU-Landeschef Schönbohm hat seine Partei davor gewarnt, ihre traditionell konservativen Wähler zu vernachlässigen. Es sei nicht auszuschließen, dass sich eine neue Partei rechts von der CDU gründe, wenn das Profil der Christdemokraten in der großen Koalition verwaschen werde, so Schönbohm.
Brandenburgs Wirtschaftsminister Junghanns (CDU) plädiert dafür, die Beschäftigung polnischer Arbeitsnehmer in Deutschland nicht länger zu beschränken. (MOZ, 07.01.08) Damit meint er, dass nach 2009 völlig Freizügigkeit für noch mehr Ausländer auf den mehr als knappen deutschen Arbeitsmarkt gewährt würde. Diese Einladung wird in den EU-Ländern mit niedrigeren Löhnen und Lebenskosten wohl gern gehört werden, in seinem Heimatland Brandenburg dagegen wächst die Empörung.
Bleibt für die Brandenburger nur noch die Hoffnung, dass im Wahljahr 2009 das politische Ende für Minister Junghanns kommt. Die CDU wird mit ihm aus der Regierung verschwinden und im Nirgendwo landen. Man hat eben nichts Besseres verdient, wenn man nichts Besseres zu bieten hat.
Übrigens ist damit noch nicht gesagt, dass Junghanns ganz von der Bühne verschwinden muss. Der Kriechgäng- er vor den Herren der jeweiligen Zeit ist so glatt, dass er sogar in ganz schlechten Zeiten wieder die Kurve kriegen könnte. Es ist ihm bisher immer gelungen, sich in Position zu bringen. Vor seiner Karriere bei der CDU des Kanzlers Kohl hatte er schon die Karriereleiter in der kommunistischen Bauernpartei der DDR bestiegen. Als in der DDR in den Monaten kurz vor ihrem Ende ein paar Funktionärsstühle frei werden sollten, war die BRD für ihn noch die „braune Pest“.
Es ist sehr beachtenswert, wie blind Junghanns schon damals für die Wahrheit war. Aber bemerkenswert, welche Anpassungsfähigkeit für Karriere fördernden Notwendigkeiten er besitzt.
Der frühere CDU-Landeschef Schönbohm hat seine Partei davor gewarnt, ihre traditionell konservativen Wähler zu vernachlässigen. Es sei nicht auszuschließen, dass sich eine neue Partei rechts von der CDU gründe, wenn das Profil der Christdemokraten in der großen Koalition verwaschen werde, so Schönbohm.
In der DDR-Parteizeitung Bauernecho schrieb der damalige Vorsitzende des Bezirksvorstands Berlin, Ulrich Junghanns, am 3.Juli 1989 unter der Überschrift „Berlin - sozialistische Metropole in Farben der DDR“ eine glühende sozialistische Grußadresse. Und rechtfertigt darin die Mauer.Eigene Leistungen für den Sozialismus, im umfassenden Verständnis für die Größe der anstehenden Aufgaben, verkörpern das ganze Gewicht unserer politisch-ideologischen und organisatorischen Arbeit. Eigene Leistungen für den Sozialismus, das ist die Nagelprobe für Parteilichkeit, Aufrichtigkeit und Konstruktivität in der Haltung und dem Handeln der übergroßen Mehrheit der Genossenschaftsbauer und -gärtner, der Mitglieder in den VEG, der Wissenschaftler, der Kollegen in den staatlichen und gesellschaftlichen Organen unseres Bezirksverbandes.
Deshalb werden wir im Bezirksverband Berlin den Auftrag des Parteivorstandes sehr ernst nehmen, uns mit den Dokumenten der 8.Tagung des Zentralkomitees der SED intensiv vertraut zu machen für die Realisierung der Aufgaben, die heute der Parteivorstand abstecken wird. Die Ausgangspositionen sind solide. Das Sekretariat des Bezirksvorstandes hebt als wesentliche Ergebnisse der politisch-ideologischen, organisatorischen und Schulungsarbeit im Zeichen des Staatsjubiläums hervor: Erstens: Es konnten der Stolz und das offensive Auftreten der Parteimitglieder für unser sozialistisches Vaterland und im Friedenskampf weiter gestärkt werden.
Und hier möchte ich, bezogen auf den Bericht, anfügen: Was die Mauer betrifft, so lassen wir uns nicht deren Schutzfunktion ausreden – ganz einfach, weil wir den Schutz spüren vor all dem, was hinter der Mauer jetzt an brauner Pest wuchert. ...